Unterkünfte
ADLER Spa Resort SICILIA
Wir waren in insgesamt vier Unterkünften. Aus gegebenen Anlass waren wir die erste Woche in einem Resort, dem ADLER Spa Resort SICILIA.
Das Resort befindet sich im Süden der Insel und war knappe zwei Stunden mit dem Auto vom Flughafen PMO entfernt. Wenn wir uns für ein Resort entscheiden, möchte ich immer sicher gehen, dass es das Geld auch wirklich gerechtfertigt ist und hier waren wir sehr happy mit unserem Aufenthalt.
Das Essen war super lecker und es gab eine tolle a la carte Auswahl jeden Abend mit Vorspeisen- und Dessert-Buffet. Zum Frühstück gab es ebenfalls eine große Auswahl u.A. mit frisch zubereiteten Eierspeisen und auch die Kellner und das ganze Personal war überaus aufmerksam und freundlich.
Die Zimmer sind stufenweise am Hang innerhalb eines Naturschutzgebiets gebaut und sehr groß und modern. Allgemein ist die Anlage sehr weitläufig, was uns gut gefallen hat. Es gibt drei Pools, einen Spa Bereich, ein Fitnessstudio und einen Raum, in dem Kurse angeboten werden, an denen man kostenlos teilnehmen kann.
Außerdem gibt es einen schönen kleinen Weg runter ans Meer, wo am Strand für die Hotelgäste ebenfalls Sonnenliegen mit Schirmen bereitstehen. Der Anstieg wieder nach oben hat es grad bei höheren Temperaturen in sich, aber es gibt auch ein kleines Golf-Cart-Shuttle, was einen sowohl rauf als auch runter fährt, wenn man möchte.
Wir haben unsere Zeit dort sehr genossen und würden das Hotel auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man einfach nur die Seele baumeln lassen möchte.
Susafa
Unsere zweite Unterkunft war das Boutique Hotel Susafa.
Viele haben dieses Hotel (wie ich) wahrscheinlich schon mal auf Instagram gesehen. Das alte Bauernhaus oder eher Anwesen wurde liebevoll vom Besitzer als Hotel hergerichtet und befindet sich in Mitten von Feldern.
Die Straße dorthin war etwas abenteuerlich mit Schlaglöchern, aber auch von vielen schönen Wiesenblumen gesäumt. Das Gelände ist ebenfalls schön bepflanzt und man hört viele Vögel zwitschern.
Das Frühstück wird im Hauptsaal angeboten und hatte ebenfalls eine gute Auswahl. Das Abendessen ist nicht im Übernachtungspreis inbegiffen. Man kann im Restaurant entweder ein Menu oder einzelne Gerichte bestellen und es gibt tagsüber auch eine Mittags- und Snackkarte. Das Essen ist saisonal und regional. An sich schätze ich so etwas sehr, dennoch waren die Gerichte teils sehr ausgefallen (zu der Zeit wo wir dort waren, war z.B. vor allem Fenchel in der Saison).
Wir haben vor Ort einen Fresh Pasta Workshop mitgemacht. Das war auf jeden Fall ein Highlight - sehr unterhaltsam und wir durften die zwei verschiedenen Pastas im Anschluss bei einer Flasche Rotwein verkosten.
Insgesamt waren wir drei Nächte dort und fanden das auch eine gute Dauer. Um in einen der umliegenden Ort zu gelangen, muss man mind. eine Stunde fahren, was also weniger reizvoll ist und vor Ort kann man sich entspannt am Pool erholen und die Umgebung genießen. Wir sind leidenschaftliche Läufer und haben Runs rund um das Gelände probiert, sind aber in meterhohem Gras geendet und mussten wieder umdrehen oder uns durchkämpfen - trotzdem ist es auf jeden Fall einen Spaziergang oder entspannten Lauf wert zu probieren, auch je nach Jahreszeit kann das ja anders sein.
Tonnara Di Scopello
Die alte Thunfischfabrik Tonnara Di Scopello kann man sowohl als Tagesgast besuchen, als auch dort übernachten. Wir haben drei Nächte dort verbracht. Leider war nur noch ein Zimmer frei und das ging zum Innenhof rein, es gibt dort auch Zimmer mit kleinen Balkonen und direktem Meerblick.
Trotzdem war der Aufenthalt dort ein weiteres Highlight für uns. Als Übernachtungsgast ist ein Frühstücksbuffet dabei und es gibt einen kleinen Privatstrand innerhalb des Komplexes. Außerdem haben die Zimmer eine kleine Küchenzeile. Hier hätten wir es gut noch länger ausgehalten, auch wenn die Zimmer eher teurer sind, war es wirklich traumhaft schön dort mit den Felsen im Wasser, kleinen Kätzchen und ausreichend Liegestühlen und Sitzsäcken zum Entspannen.
Man kann zu Fuß zum Ort Scopello rauflaufen, ein kleiner uriger Ort mit ein paar Geschäften und Restaurants. Etwas weiter die Straße runter gibt es einen großen Supermarkt.
Casa Zyz Rooms & Suites
Unsere letzte Nacht haben wir in Palermo in dem kleinen Hotel Casa Zyz Rooms & Suites verbracht. Manuela und Diego haben dort ein paar Zimmer und ein Apartment und kümmern sich sehr liebevoll um ihre Gäste. Diego hat uns morgens im kleinen Gemeinschaftsraum das Frühstück zubereitet und wir konnten gegen eine kleine Gebühr unser Gepäck noch bis zu unserem Flug abends dort abgeben.
Sehenswertes
Oft wird Sizilien in seiner Größe unterschätzt und tatsächlich ist es auch so, dass man zum Beispiel von Palermo zum Vulkan Etna ca drei Stunden mit dem Auto fährt.
Da wir diesen Urlaub den Fokus auf Entspannung gelegt haben, sind wir also gar nicht so weit in den Osten innerhalb der zwei Wochen gekommen. Natürlich gibt es also dort auch nochmal Highlight wie den Etna oder Taormina, die wir nicht besucht haben und ich daher auch nicht genauer aufführe.
Wenn man nur 2-3 Übernachtungen pro Hotel oder Airbnb macht, kann man diese aber bestimmt auch in einem zweiwöchigem Urlaub gut noch besichtigen.
Die Umgebung von Palermo hat aber auch vieles zu bieten, was gerade wenn man ohne Auto reisen möchte von Vorteil ist.
Cefalù
Cefalù ist eine Küstenstadt im Norden Siziliens. Sie versprüht den typischen italienischen Flair und man kann sie einfach zu Fuß durch die kleinen Gässchen erkunden.
Sehenswürdigkeiten
Essen & Trinken
Good to know
Es gibt zwei große Parkplätze (gegen Gebühr) relativ am Anfang der Stadt (Parcheggio Coco) zu denen man gut mit dem Auto hinkommt. Von Palermo aus kommt man auch mit einem Direktzug nach Cefalù.
Agrigent und Scala dei Turchi
Agrigent - Valle dei Templi
In Agrigent selbst waren wir nur kurz und hat uns auf den ersten Blick nicht so gut gefallen. Eigentlich ist der Ort auch mehr für die Ruinen der antiken Stadt Akragas und das Tal der Tempel berühmt. Das Areal ist eine weitläufige archäologische Stätte mit gut erhaltenen griechischen Tempeln. Hier ist wenig Schatten und es sind ca 2km hin und zurück zu laufen mit dem größten erhaltenen Tempel am Ende.
Scala dei Turchi
Auf dem Rückweg sind wir noch kurz bei den Scala dei Turchi vorbeigefahren. Weiße terrassenförmige Felsen gehen dort direkt ins Meer hinein. Wir sind am Strand kurz vorgelaufen, was für uns eher unergiebig war, da es an dem Tag super windig und eher bewölkt war und somit die Stufen nicht wirklich sich hervorgehoben haben und haben aber auch oben am Panoramapunkt gehalten, was wir den schöneren Blick fanden.
Transport
Die Anreise ging für uns ab Nürnberg mit einem Direktflug (Ryanair) nach Palermo im Norden der Insel.
Damit wir vor Ort flexibel sind, haben wir uns für ein Mietauto entschieden. Wir hatten auch Zugverbindungen in Erwägung gezogen, allerdings fanden wir diese auf Sizilien eher unergiebig. Mag vielleicht aber auch daran liegen, dass wir in eher abgelegenen Unterkünften waren, wenn man primär die größeren Orte besichtigen möchte oder nur Tagesausflüge ab Palermo unternehmen, dann ist es definitiv eine Option den Nahverkehr zu nutzen.
Das Auto haben wir über check24 bei Automania gebucht. Für 13 Tage waren es ca. 380€ für einen VW Polo. Leider haben wir nicht gewusst, dass all unsere Kreditkarten Debit Karten sind und mussten somit vor Ort nochmal fast dasselbe zahlen. Daher am besten immer genau lesen, was bei check24 in den Bedingungen steht und die eigenen Karten überprüfen (auch zwecks Auslandsgebühren).
Die letzte Nacht haben wir in Palermo verbracht und davor das Auto am Flughafen wieder abgegeben, da uns von vielen abgeraten wurde nach Palermo direkt mit dem Auto reinzufahren und es eine gute Zug-/Bus-Verbindung zwischen Flughafen und Innenstadt gibt - würden wir auch wieder so machen.
Grundsätzlich war das Autofahren außerhalb der Städte sehr entspannt. Die Geschwindigkeitsangaben schienen manchmal
eher Richtwerte zu sein und es gibt fest installierte Blitzer, die auf google maps angezeigt wurden. In den Städten
sind wir kaum gefahren, es ist aber auf jeden Fall abenteurlich, da es oft sehr schmale, steile Gassen mit
scharfen Kurven am Ende gibt, aber mit einem etwas kleineren Auto und wenn man fahrsicher ist, kommt man dort auch zurecht.